ArbeiterKind.de - Der Podcast

Transkript

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00:00:02: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Arbeiterkind.de, der Podcast!

00:00:15: Ich heiße Mitzi und heute darf ich mit der Autorin, Trainerin und Gründerin Marion Knaatz sprechen.

00:00:23: Hallo Marion!

00:00:24: Schönen guten Morgen Mitzi!

00:00:26: Kommst du gut durch die Hitze?

00:00:27: Bislang alles ganz wunderbar – vielen Dank!

00:00:30: Ich hoffe es ebenfalls!

00:00:32: Es geht irgendwie machen wir's... Marian, wir haben ja am zwanzigsten, vierten, zweitessen, sechsundzwanzig schon gemeinsam eine Veranstaltung gemacht.

00:00:39: Das heißt du hast deine wertvollen Inputs der Community geschenkt und ich durfte dich anmoderieren!

00:00:46: Und die Veranstaltung hieß als First-Gen und Frau die professionelle Rolle Erfolgleichmeister.

00:00:50: Souverän auftreten möglichsam kommunizieren mit Marion Knatz und dabei First Gen heißen natürlich unsere Community.

00:00:58: alle, die als erste studieren und Frau verstehen wir natürlich mit einem Sternchen.

00:01:02: Und diese Veranstaltung hat richtig viele Teilnehmende gehabt und so viel Andronen gehabt, dass wir gar nicht dazu gekommen sind alle Fragen zu beantworten die es eigentlich noch gegeben hätte.

00:01:15: Deswegen habe ich die noch ein bisschen gesammelt und später in der heutigen Episode darf ich dich nochmal mit den Fragen lächern.

00:01:20: ist das in Ordnung?

00:01:21: Wunderbar!

00:01:22: Ich freue mich drauf.

00:01:23: Großartig Aber als erstes interessiert natürlich unsere Community brennend.

00:01:28: Wie ist eigentlich dein Werdegang?

00:01:30: Wie bist denn du eigentlich zu der Marion Knatz geworden, die wir heute

00:01:33: kennen?".

00:01:34: Ja ein bisschen wie die Jungfrau zum Kind kann man immer sagen!

00:01:38: Also ich hatte als Teenager das Gefühl dass ich kein wirklich großes Talent habe.

00:01:45: also ich konnte so ein paar verschiedene Sachen nicht so schlecht aber ich hatte nicht... Das was manch ein Mensch hat so'n klares Ziel oder einen herausragendes Talent.

00:01:53: Und dann habe ich gedacht, gut, wer nichts wird, wird.

00:01:56: Und da ich aus einem auch komplett nicht akademischen Haushalt komme, konnte ich mir schwer vorstellen nach dem Abitur zu studieren, sondern hab so ein verschuldes duale Studium gemacht das sogenannte Hamburger Modell.

00:02:11: Das heißt, ich war beim Ottoversand, da habe ich angefangen und das hat mich damals sehr begeistert dass ich da unten gesessen habe, mich bewerben wollte und dann kam eine Frau hineingerausch die ganz toll aussah.

00:02:22: Ein Mann eilte ihr entgegen und rief Barbara, Barbara.

00:02:26: Wie war New York?

00:02:27: Und sie rief Detlef das Licht, das Licht!

00:02:30: Dann habe ich gesagt, gut hier fange ich an.

00:02:31: Also egal was passiert, hier möchte ich anfangen.

00:02:34: Das fand ich irgendwie ganz verrückt und ganz schön und ganz herrlich.

00:02:37: Und dann habe ich eben dieses Hamburger Modell gemacht und bin dann beim Ottoversand längere Zeit geblieben und hab da einfach verschiedene Stufen durchlaufen bei sehr frühen Führungsverantwortungen Und habe mich immer weiterentwickelt, bis ich mit Anfang dreißig Jüngste leitende Angestellte des Konzerns war.

00:02:56: Also wechselt auf die Arbeit Geberseite und dann mit vierunddreißig gebeten wurde Vorstände in der Spiegelarge zu werden.

00:03:04: Das war eine amerikanische Aktiengesellschaft, die die Nummer drei auf dem amerikanischen Distanzhandelsmarkt waren.

00:03:12: Ich hab mir das gut angeschaut vor Ort.

00:03:14: aus meiner Sicht gab es aber mehrere exzellente Gründe zu sagen thanks but nothanks.

00:03:21: Und das war dann so der Auslöser zu sagen, Mensch, warum gibt es eigentlich so wenige Frauen auf Top-Ebene?

00:03:27: Ich glaube ich habe da ein bisschen was verstanden und das bisschen, was ich verstanden habe.

00:03:32: Das möchte ich gern mit anderen teilen.

00:03:34: Möchte gerne andere Frauen unterstützen.

00:03:38: Ich möchte denen des Leben leichter machen, egal in welcher Organisation, auf dem Weg nach oben.

00:03:44: Deswegen hab' ich dann eben damals Sibos gegründet.

00:03:47: Wow, das klingt um ehrlich zu sein wie aus einem Film.

00:03:50: Also alleine diese Anfangsszene wie du die Frau siehst, die da über New York einen kurzen Satz schwärmt und du da bestimmt ganz beeindruckt warst hat sich das denn... also es hat sich wahrscheinlich sehr aus dem Kontext unterschieden den du kanntest.

00:04:04: Hast du da Berührungsängste mit gehabt?

00:04:06: Wie ist dir der Berufseinstieg?

00:04:08: Also was würde ich leicht sagen?

00:04:10: Ich stell mich jetzt dahin, ich trau mich!

00:04:12: Ich schlag mich vor und bringe mich in diese Position.

00:04:16: Der Einstieg war erst mal Hölle.

00:04:18: Das muss ich wirklich sagen, dieses duale Studium das waren sechs Tage Woche.

00:04:23: Ich musste relativ lange pendeln, ich musste unglaublich früh aufstehen und mit dem öffentlichen Nahverkehr meine Ziele zu erreichen.

00:04:31: Ich bin krank geworden weil das Ganze physisch so herausfordernd war zu Beginn Und ich fand auch erstmal die Arbeitswelt furchtbar also diese Sport den ganzen Tag.

00:04:42: Ich fand das auch enttäuschend in vielen Abteilungen mit, was die sich so beschäftigt haben.

00:04:46: Das hatte ich mir alles viel aufregender für toller, viel spannender vorgestellt.

00:04:50: also erst mal erschien mir das alles sehr mühsam So.

00:04:53: und dann bin ich aber am Einkauf gelandet im Autokonzern Und da habe ich festgestellt wie wichtig ist doch es in welchem Umfeld man unterwegs ist?

00:05:01: Das hat mich begeistert und verzauert und auf einmal fand ich dass auch gar nicht mehr schlimm, dass man davon früh morgens bis spät abends leisten soll, sondern das hat riesen Freude gemacht.

00:05:12: Das war aufregend, das war spannend und dann vielmehr auch der Studium und die sechs Tage Woche vielleicht, weil ich dann wusste wofür ich das mache für ein Umfeld dass einfach toll ist.

00:05:23: Ich kann nicht immer nur jedem raten, das ist alles ja doch durchaus anstrengend.

00:05:29: sucht euch unbedingt einen Ort an die man euch vom Grunde her wohlfühlt.

00:05:34: Denn Herausforderungen, die kommen, da muss man manchmal auch wirklich die Zähne zusammenbeißen.

00:05:39: Das gelingt aber viel leichter wenn man sich vom Grund her wohl fühlt.

00:05:44: Du wusstest also dann, wofür du es machst?

00:05:47: Und dann war das auch nicht mehr... Also dann war die Herausforderung mit einem Ziel vor Augen schaffbar.

00:05:52: Verstehe ich

00:05:52: gut!

00:05:54: Würdest du sagen, was wäre so ein Ratschlag, den du mitgeben würdest?

00:05:58: Du hast jetzt schon gesagt, sucht euch einen Umfeld wo ihr euch wohl fühlt.

00:06:02: Gibt es denn noch einen Ratschlag wie man ... Du bist dir wahrscheinlich aus einem anderen Kontext gekommen und auf neue Verhaltensregeln gestoßen.

00:06:11: Wie würdest du heute sagen, hast du das durchschaut?

00:06:14: Wie konntest du dich anpassen oder auch so darstellen, wie du auch gerne gesehen werden möchtest?

00:06:21: Watch and learn.

00:06:22: Das ist dieses Mann, ich hab alles falsch gemacht was man falsch machen kann.

00:06:28: Ich bin auch erst mal gleich Ranghörer auf die Zähne gestiegen.

00:06:31: es hat einen Donnerwetter gegeben.

00:06:32: also ich bin wirklich fast gekündigt worden weil ein Direktor so böse und so sauer war und da hat sich dann damals der Personalreferent mit breiter Brust vor mich geworfen.

00:06:43: er hat mir dann aber erklärt was ich da gemacht habe und dass das so nicht geht.

00:06:47: in der Organisation also lernen Gruppen haben Regeln.

00:06:52: Das gilt für jede Gruppe und natürlich kann man, wenn man Regeln beherrscht sie auch mal gezielt brechen, wenn dann da ein Ziel vor Augen hat.

00:07:00: das ist unbedingt so aber wichtig ist überhaupt erst einmal die Regeln zu verstehen.

00:07:05: denn wenn ich aus Unwissenheit zu oft gegen Regeln verstoße, dann wird die Gruppe mit hoher Wahrscheinlichkeit entscheiden, ja dann probieren wir es halt mal ohne Marion.

00:07:15: Das war ein guter Tipp, den mir da war ich allerdings dann schon bisschen erfahrener und auch schon bisschen dabei.

00:07:23: Ein ranghörer Mann, Chef-Chef der mochte mich und er hat es gut mit mir gemeint.

00:07:30: Und er hat immer versucht mir zwischendurch mal Tipps zu geben.

00:07:32: und einen Tipp war Frau Knaatz wenn sie irgendwo neu sind erst einmal zurückhalten Vornehmt, beobachten Sie, lernen sie.

00:07:41: Aber versuchen Sie schnell zu lernen und wenn Sie bei Auffassung sind so jetzt haben Sie verstanden wie es hier vor Ort funktioniert dann hinein mit breiter Brust.

00:07:50: aber immer dieses erstmal Beobachten und Lernen das ist eigentlich so das Wichtige Und dann gucken Wie kann ich mich mit meiner Persönlichkeit da erfolgreich Verhalten?

00:08:04: Ich glaube, das ist auch die Schwierigkeit, vor der viele in unserer Community stehen.

00:08:07: Alle Fachrichtungen alle Karriereoptionen haben alle irgendwie einen eigenen Habitus andere Verhaltensregeln an anderen Codecs und wie man da Dinge umsetzen kann, wie man sich darstellen kann Wie man da gut ankommt is halt oft sehr verschieden.

00:08:24: Und ich glaub du bist da wirklich die Person an die man sich wendet wenn man diesen professionellen Karrierekontext verstehen möchte Und du hast ja auch schon gesagt, du möchtest vor allem den Wissen anderen flinter Personen weitergeben.

00:08:38: Das ist auch das was Du machst mit SkiBoss und auch was Du in unserer Veranstaltung der Community geschenkt hast.

00:08:46: Da haben wir anderthalb Stunden durften wir Dein Wissen anzapfen wie es eigentlich funktioniert.

00:08:52: Wir haben bei der Veranstaltung festgestellt natürlich wollen wir eine gerechte Welt für alle.

00:09:00: Blöd

00:09:01: und wir setzen uns auch als Community dafür ein, dass sich das irgendwann ändert.

00:09:03: Dass die Welt in eine andere Richtung geht.

00:09:05: aber wir müssen ja jetzt etwas damit machen was mit dem was wir vorfinden Und da redest du flinterpersonen wie du gerade gesagt hast dich dieses spiel nennst du es oft erst mal anzuschauen und Die spielregeln zu verstehen die gelten um sich dann auch nicht permanent selbst ins auszustellen.

00:09:26: Und soweit ich das jetzt verstanden habe, ich durfte das ja auch die anderthalb Stunden durfte ich dir da ja zuhören.

00:09:32: Du sagst, weiblich sozialisierte Personen lernen anders zu kommunizieren wie es in dieser vielleicht doch sehr hierarchischen Karrierewelt erwünscht ist oder üblig ist.

00:09:42: sie benutzen Körpersprache anders haben ein anderes Timing wenn Sie ihre Vorschläge einbringen und all das führt dazu dass man einfach nicht durch diese verflickste gläsende Decke kommt.

00:09:53: Habe ich das irgendwie sinnvoll zusammengefasst?

00:09:56: Ja, wie gesagt also die Wissenschaft streitet sehr.

00:09:58: Warum junge Frauen in aller Regel anders agieren im Vergleich zu jungen Männern?

00:10:05: Die eine Fraktion sagt eben alles Biologie, die andere sagt alle Sozialisationen.

00:10:10: Es ist nur zu beobachten es ist wirklich zu Beobachten dass sehr viele junge Frauen besser im non-hierarischen System sozialisiert und trainiert sind Und das führt eben in einer professionellen hierarchisch organisierten Welt erst mal ohne Bewertung.

00:10:24: aber Professionelle Welt ist hierarchisch organisiert.

00:10:27: Wie die Hierarchie daherkommt, gibt sie unterschiedlichsten Weisen.

00:10:31: Es ist hierarchische und deswegen bin ich in der professionellen Welt entweder Rang gleich – Kollege Kollegin!

00:10:39: Ich bin Rang nieder Mitarbeiterin oder ich bin Rangschefin höher.

00:10:45: Und das macht einen Unterschied in der Kommunikation als Menschen vor dem Grundgesetz Wir alle gleich, aber wir haben in der professionellen Welt unterschiedliche Rollen.

00:10:55: Und das muss ich bei der Kommunikation sagen oder sagen was so?

00:10:57: Ich tue mir einen großen Gefallen wenn ich das bei der kommunikation berücksichtige und dass die Regeln dahinter die verständlich zu machen und dann zu gucken wie kann ich jetzt mit meiner Persönlichkeit da erfolgreich agieren je nachdem ob ich rang nieder rang gleich oder rang höher bin?

00:11:15: Das ist immer so Teil meiner Arbeit.

00:11:17: Und wie du sagst völlig richtig jedes System hat dann nochmal ganz eigene Spielregeln, die gilt es natürlich immer zu berücksichtigen.

00:11:28: Das ist ein großartiges Stichwort.

00:11:30: ich habe mir nämlich die Fragen der Community hier in paar Themenblocke gepackt und der erste Themenblock heißt Hierarchie und ganz viele haben gesagt naja aber Bei mir gibt es dann überhaupt Hierarchie, woran erkenne ich auch meinen Arbeitsplatz?

00:11:44: überhaupt hierarchienhaut.

00:11:45: Und ich bin doch im sozialen Bereich.

00:11:46: gilt das denn da für überhaupt und für diesen und jenen Bereich?

00:11:49: Was würdest du dazu sagen?

00:11:51: Also in professionellen Kontext gibt es so gut wie immer Hierarchies.

00:11:55: Das ist in den letzten Jahren so ein Trend dass ganz viele Organisationen für sich einen Anspruch nehmen.

00:11:59: also wir denken nicht in Hierarchi.

00:12:02: Das alles Kommunikation auf Augenhöhe Es geht nur um den Inhalt Es geht immer um das Beste Argument Selbst wenn dem so wäre, was in aller Regel nicht der Fall ist ausdrücklich nicht, das Quatsch.

00:12:17: Selbst wenn den so wäre macht es trotzdem einen großen Unterschied wie ich mein Arzt vortrage, wann ich es vortrage, wem ich es vor trage.

00:12:28: also nonverbale Kommunikation und das Lesen der Zusammenhänge vor Ort ist trotzdem unglaublich wichtig Selbst wenn ich Mitglied einer Gruppe bin, die sich non-hierarchische Regeln gegeben hat für den Moment.

00:12:42: Es gibt zum Beispiel beim agilen Arbeiten.

00:12:45: Da kann es Settings geben und da habe ich eine Rolle wo es wirklich sehr non hierarchisch in dem Moment ist.

00:12:50: aber dann muss man eben auch wieder sagen Wenn das wirklich agil arbeitende Team Ressourcen von der Organisation benötigt Hat es eine Schnittstelle zu einem hierarchischen Konstrukt.

00:13:00: Im professionellen Kontext haben wir so gut wie immer mit dem Regelwerk der Hierarchie zu tun.

00:13:05: Noch einmal, wie die Hierarchie daherkommt.

00:13:07: Das kann sehr unterschiedlich sein und was viele Menschen mit Hierarchieferbinden ist eben sehr autoritäres.

00:13:14: Das muss aber gar nicht sein!

00:13:16: Also ich kann ja auch in einem hierarchischen Konstrukt sehr partizipativ führen.

00:13:21: Ich kann die dienende Führungskraft sein.

00:13:24: also es gibt jetzt die unterschiedlichen Regeln.

00:13:27: wichtig ist dass sich das im Hinterkopf habe.

00:13:29: ich hab es mit dem Regelwerk der Hierarchien zu tun.

00:13:32: Also nicht immer muss Hierarchie bedeuten.

00:13:35: Man hat einen cholerischen Chef im Chefs-Sesse sitzen, der da alle zusammenbrüllt.

00:13:40: Richtig gar nicht!

00:13:43: Sondern es einfach... Aber hoffentlich nicht!

00:13:46: Im besten Fall nicht.

00:13:47: und das heißt dass es auch andere Formen gibt und vielleicht auch subtile Reformen die man erkennen kann.

00:13:52: was ist denn?

00:13:52: Es hat mich auch viel interessiert.

00:13:53: Viele in der Community sind ja nach dem Studium, manche sogar kurz vor dem Studiums befinden sich in Hivi-Stellen oder als Studenten schon Mitarbeitende.

00:14:04: Wie ist denn das mit Hierarchie?

00:14:05: Wie gehe ich dann da um, wenn ich unter Anführungszeichen unten in der Hierarchies stehe?

00:14:09: Respektvoll!

00:14:11: Das ist immer der beste Rat, den man geben kann.

00:14:13: Also, wenn Ich Rang nieder bin es empfiehlt sich ein respektvolles Verhalten von mir.

00:14:19: Ich habe immer gesagt, Respekt, immer Angst nein.

00:14:22: So, das ist sehr wichtig ne?

00:14:23: Ich muss keine Angst haben vorrang hören.

00:14:29: wirklich gar nicht hilfreich ist.

00:14:31: Aber ich sollte respektvoll auftreten, so und dann ist es immer im professionellen Zusammenhang geben und nehmen.

00:14:37: das heißt wenn ich Rang nieder bin denke ich immer erst einmal wie kann ich hier irgendwie hilfreich sein?

00:14:41: Was kann ich geben?

00:14:43: Dann klebe ich aber mein Rabattmarken Heft, wenn ich hilfrecht war Und wenn ich da ein paar Marken drin habe, dann kann ich zu den Rangenhöhren eben auch hingehen und sagen du erinnerst dich oder sie erinnern sich Dass, dass, das habe ich hier geleistet.

00:14:58: Ich hätte mal einen Wunsch!

00:15:01: Meine Erfahrung ist, dass die ranghörenden Menschen dann in aller Regel auch oftmals versuchen diesen Wunsch zu entsprechen.

00:15:10: Denn

00:15:10: Ranghöre fühlen sich ja auch gerne als guter Mensch in einer Organisation und wenn sie wahrnehmen, ich war hilfreich als rangliederer Mensch so... Ich bin da nützlich.

00:15:20: warum sollen Sie mir nicht auf was Gutes tun?

00:15:22: Und auch nicht hilfreich für mich sein?

00:15:26: Das heißt, ich trete auf nicht respektlos aber auch nicht angstvoll.

00:15:31: Ich mache Dinge gerne und gut und dann merke ich mir aber auch dass ich Dinge gerne gemacht habe.

00:15:35: Ich nehme das nicht für selbstverständlich sondern ich konnte auch sagen, das hab' hier geleistet... ...das bin ich!

00:15:41: Das finde ich schön.

00:15:43: Es klingt alles gar nicht mehr so extrem wenn man das Wort Hierarchin verwendet.

00:15:46: in meinem Kopf gehen sofort so extreme los.

00:15:48: es klingt gar nicht mal so extrem.

00:15:50: Das klingt eigentlich durchaus logisch find ich.

00:15:52: Ich muss mich nicht missbrauchen lassen als rangliederer Mensch.

00:15:55: Das ist mir noch mal ganz wichtig, ja also ich leiste, ich bin hilfreich und denke in geben aber ich muss mich nichts missbrauchern lassen.

00:16:03: Und ich muss mir schon gar keine Unverschämtheiten oder Sexismus oder irgendwie sowas gefallen lassen.

00:16:07: Also das ist damit niemals gemeint, das ist natürlich wichtig.

00:16:12: Das finde ich auch nochmal gut zu sagen dass es auch Klore Kante und Klore Grenzen gibt Wo die Grenzen ja auch verschwimmen sind in so Schnittstellenaufgaben, wo man irgendwo Menschen unter sich, Menschen über sich in so einer Hierarchie hat.

00:16:23: Man ist irgendwie für Leute da und auch nicht... Was würdest denn solche Menschen raten, die den Berufseinstieg schon gemacht haben?

00:16:29: Und sich jetzt auf einmal in so eine Schnittstellen-Aufgabe befinden das erste Mal in ihrem Leben!

00:16:34: Naja, die unterste Führungsebene ist oft die wirklich herausforderndeste.

00:16:38: Das muss man sagen.

00:16:38: also wenn ich so Teamleiterin bin Gruppenleiterinnen bin zum Beispiel habe ich ja den direkten Kontakt zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Und habe aber... Also dann habt ihr einfach die Anforderungen der Basis Die an mich herangetragen werden und dann kriege ich Aber auch ab die Anfordrungen vom Management.

00:16:57: So Ich bin in so einer wirklichen Sandwich Positione.

00:17:00: das kann manchmal sehr sehr aufbleibend sein.

00:17:03: Also das Einzige, was da hilfreich ist sich wirklich immer wieder bewusst zu machen.

00:17:07: Es liegt nicht an mir es ist diese Rolle dieser Aufgabe dieses Sandwich Positionen und manchmal muss man dann eben auch sagen es ist nicht schön es ist bescheiden aber die und die Sachen müssen wir jetzt machen dass es von oben an uns herangetragen wollen ihr könnt mich jetzt hier anbrüllen wird nichts ändern oder eben umgekehrt, dass ich das nach oben weitergebe.

00:17:29: Dass sie es da so geht nicht also die Belegschaft wird es nicht machen.

00:17:32: Das ist zumindest das was ich hier als Rückmeldung habe.

00:17:34: Also versuchen auch wenn er schwierig ist ein bisschen von der eigenen Person und Persönlichkeit fernzuhalten sich immer wieder bewusst zu machen Es hat mit der Rolle nicht mehr als menschvorrangig zu tun.

00:17:47: aber das kann wirklich sehr herausfordernd sein.

00:17:50: unbedingt

00:17:51: Da kann ich auch gleich sagen, ich habe ja selber von nicht allzu langer Zeit meinen Berufseinstieg gemacht und ich fand das am Anfang sehr herausfordernd Dinge mit mir als Person zu assoziieren.

00:18:01: Also man macht ja auch Dinge mal!

00:18:03: falsch oder nicht optimal.

00:18:05: Man muss doch nur anders machen, man kriegt Feedback und das ist ja auch zumindest bei uns nie böse gemeint sondern es ist irgendwo eine Opportunity danach zu wachsen mit dem und Dinge besser zu machen.

00:18:17: aber zu verstehen dass hier gerade über meine Arbeit geredet wird und die Dinge die ich tue und nicht über mich... Das war für mich als Berufsanfängerin gar nicht so einfach.

00:18:24: um ehrlich zu sein.

00:18:25: Ja, dieses Trennen von der Person.

00:18:27: Also für mich war er sehr, sehr... Da kann man Hierarchie auch nutzen.

00:18:31: übrigens!

00:18:33: Weiß noch ich war als junge Disponentin unglaublich beleidigt.

00:18:37: Ich brauchte Ware aus Brasilien und das Büro in Brasilien die haben mich abtropfen lassen also die haben gar nicht wirklich reagiert.

00:18:46: Und dann bin ich in großer Verzweiflung zu meinem Chef gegangen habe gesagt ich komme hier nicht voran.

00:18:51: Dann hat der dort angerufen und zack auf einmal gegen alles.

00:18:56: Ich war wirklich empört und habe gedacht, wieso reagieren Sie jetzt bei meinem Chef?

00:19:00: Und wie so reagieren sie nicht bei mir?

00:19:02: Bis ich verstanden habe es hatte nichts mit mir zu tun.

00:19:05: Ich habe auch nix falsch gemacht in der Art, wie ich da kommuniziert habe, sondern das hing schlicht an der hierarchischen Stufe.

00:19:11: Also wenn eben der Bereichsleiter angerufen hat dann hatte das einen anderen Durchschlag als wenn eine kleine Disponentin sich dazu Wortmeldet.

00:19:20: Und dann habe ich angefangen zu lernen, dass es eben oft auch hilfreich und sinnvoll ist die Rachie zu bemühen.

00:19:26: Dass wenn ich auf meiner Ebene nicht weiter komme, ich eben dann eine Ebene nach oben gehe und die höhere Ebene das Thema angeht.

00:19:34: Das heißt, weil man sich nicht dessen bewusst ist, dass das Hierarchien gibt oder das vielleicht in der eigenen Vorstellung keinen Platz findet Ja, dem Gedanken keinen.

00:19:44: Also so wie du vorher gesagt hast viele sagen jetzt wir sind auf Augenhöhe hier gibt es keine Hierarchie.

00:19:48: wenn man sich das nicht klar macht dann gibt's auch Missverständnisse beziehungsweise auch Sachen die wo man selbst nicht weiter kommt weil man genau diese Hierarchien nicht nutzen kann.

00:19:57: die einen eigentlich helfen würde in dem Moment

00:19:59: ja Es können für Organisationen sogar schädlich sein nicht in Hierarchieren zu denken.

00:20:04: also ich hatte mit einem eine Organisation zu tun.

00:20:08: Wir haben das sich sehr auf die Fahne geschrieben, wir haben hier keine Hierarchien.

00:20:12: Wir möchten möglichst viel Verantwortung auf die unteren Ebenen

00:20:16: delegieren.".

00:20:17: Das wurde aber auf Kundenseite nicht unbedingt wertgeschätzt, denn wenn sich der Geschäftsführer Zeit genommen hat für einen Termin und dann erschienen aber nur in Anführungsstrichen die Sachbearbeiterinnen oder nicht ebenfalls die Geschäftszührung – weil wir denken hier ja nicht in Hierarchien.

00:20:40: Dann war der Kunde oft sauer!

00:20:42: Also das haben sie erlebt, aber da hat ihnen geholfen dass ich mit einer Außenbrille das auch nochmal sozusagen bestätigen konnte.

00:20:49: Dass es auf Kundenseite dann oft als mangelnde Wertschätzung gelesen und verstanden wird und dass das gar nicht gut fürs Geschäft ist also zumindest zu verstehen Anderen ist das wichtig oder kann es wichtig sein?

00:21:03: Und dann kann es auch ein ganz wichtiges Signal unserer Organisation sein, dass eben die Geschäftsführerin oder der Geschäftsörer sich Zeit nimmt und erscheint.

00:21:12: Wenn es nur die Tasse Kaffee ist und dass man guten Morgen sagt.

00:21:15: Aber es kann eben ein ganz wichtiger Signal

00:21:18: sein.".

00:21:22: Karrierewege hier geredet in der Wirtschaft und es kann aber auch ein Karrierenweg für die Menschen in unserer Community sein, in die Wissenschaft zu gehen.

00:21:29: Und auch dort gibt's ja Hierarchien und auch dort

00:21:32: ist das

00:21:32: ja auch ein ganz anderes Bild wenn zum Beispiel die Prof selbst kommt und...

00:21:37: Unbedingt!

00:21:38: Und auch eine Professorenschaft.

00:21:39: also manchmal denken die Menschen bei Professorinnen und Professoren, dass sei wie beim Papst darüber kommt.

00:21:46: Aber auch eine Professor-Innenschaft hat ein Ranking.

00:21:49: Das ist Themen und Sachbezogen in der Regel, das ist natürlich auch Fakultät spezifisch.

00:21:54: aber auch da lohnt es sich immer vor großen Sitzungen vor Terminen zu überlegen.

00:22:01: wer hat hier viel zu sagen?

00:22:03: an wen richte ich mich mit meinen Anliegen?

00:22:06: Und mit wem stimme ich mich im Vorwege ab.

00:22:09: ganz gut Ja großartig, da kommen wir zum nächsten Thema.

00:22:14: Das nächste große Thema was unsere Community interessiert ist das Thema Raum einnehmen und ich habe hier mal ganz viele Fragen an eine Frage zusammengepackt nämlich sollen wir uns Platz nehmen und groß machen über unser Erfolgesprechen wenn wir zb in einem Team mit einem hohen Flinteranteil arbeiten oder wenn nicht die Ranghöre bin?

00:22:34: Oder wenn ich mehr falsch diskriminiert bin also sprich First-Gen, Flinta und Schwarz zum Beispiel

00:22:41: Und Gott, das gilt doch auch.

00:22:43: Ja

00:22:43: sehr viele Themen!

00:22:44: Ich muss schon auseinander nehmen.

00:22:46: also erst einmal ich spreche... Also erfolgen wir nennen ruhig sachlich so Das ist wichtig.

00:22:52: aber das mache ich ja nicht im Rahmen meines Teams Sondern dass mache ich wenn ich mein Entwicklungsgespräch habe mit meiner Professorin oder mit meinem Teamleiter.

00:23:03: dort benenne ich was ich zum Team Erfolg beigetragen hab Nicht innerhalb des Teams.

00:23:08: Da versuche ich eine vernünftige Kollegin zu sein und zu leisten, um mit den Menschen gut klarzukommen.

00:23:15: Aber ich habe immer gesagt, ich mache euch ein Blocker einmal in der Woche zehn Minuten, wo man sich zurücklehnt die Woche Revue passieren lässt und sich dann notieren was man in der Woche geleistet hat.

00:23:27: Denn im Hamsterrad des Alltags oft geht auf viel Verlornung vergisst auch Vieles.

00:23:31: also Ich war wirklich erstaunt wenn ich meine Notizen rausgeholt habe in Vorbereitung auf das Entwicklungsgespräch, was sich alles gemacht hatte in der Zwischenzeit.

00:23:41: Und ich gehe natürlich mit breiterer Brust und besser aufgestellt in so ein Entwicklungs-Gespräch hinein, wenn ich mir das noch mal klargemacht habe, was ich denn alles geleistet habe.

00:23:52: Das ist das eine, also ich erzähle es nicht im Teamumfeld, unabhängig davon ob es flinter Personen sind oder Also das ist Wurscht.

00:24:01: Ich mach' das da nicht, sondern ich mache es gegenüber den Menschen die meine Entwicklung weiter vorantreiben können und hoffentlich werden.

00:24:10: So dass andere ist wie verhalte ich mich wenn ich mehrfach diskriminiert bin?

00:24:13: Ja Gott was soll ich da sagen?

00:24:18: Es macht's nicht leichter!

00:24:21: Also mehr kann man dazu nicht sagen, die Erde ist nach wie vor ungerecht.

00:24:24: Das ist sie.

00:24:26: und immer wenn jemand sagt ja aber Marion ich bin nicht nur eine Frau sondern ich komme auch noch aus Ecuador.

00:24:31: Ich sehe auch anders aus als die Norddeutschen hier.

00:24:35: Ja das ist so Es macht es nicht leichter.

00:24:38: Mehr kann man da nicht attestieren.

00:24:40: und wichtiger ist es eigentlich dass sich versuche das was ich selbst beeinflussen kann In dem Bewusstsein, es ist für mich herausfordernder.

00:24:50: Es ist schwieriger.

00:24:52: Thomas Blondt aus Hase-Lünder hat das leichter im Vergleich zu mir.

00:24:57: Das ist so!

00:24:58: Aber trotzdem kann auch ich etwas beitragen, indem ich an meiner Stimmführung arbeite, an dem ich an meine Körpersprache arbeite und in die mich einfach versuche fachlich sachlich wirklich gut zu sein.

00:25:10: Und trotzdem trotz der Herausforderungen eben meinen Weg zu gehen.

00:25:15: Das heißt, wir sprechen niemanden die Diskriminierungserfahrung ab.

00:25:18: Aber umso wichtiger ist es sich den Anteil, den man selbst mitbestimmen kann bewusst zu machen und über den nochmal nachzudenken, um da umso mehr reinzugehen weil das ist ja der einzige, der einem bleibt wo man Handhabe darüber hat.

00:25:29: quasi.

00:25:30: Also denen zumindest wirklich da das rausholen was ich rausholten kann so wenn ich an der Diskriminierung als Thema auch noch zusätzlich arbeiten kann?

00:25:38: Es ist ja wunderbar, wenn es da Chancen Möglichkeiten gibt.

00:25:42: Aber erst einmal finde ich immer das, was ich verändern kann.

00:25:45: Das ist mir ja erstmal am nächsten und da auch wirklich anzusetzen, dass zu machen sich nicht zurückzulehnen und zu sagen Boah es alles ungerecht und es ist gemein, ja ist es an vielen Stellen dann nicht zu machen.

00:25:59: Dann habe ich keine Chance.

00:26:01: Absolut!

00:26:02: Also ich fasse das nochmal zusammen für alle die jetzt zu hören natürlich is man nicht schuld an der eigenen Diskriminierung Die Diskriminierung Es wirklich blöde Sachen auf der Welt gibt, wie

00:26:13: Sexismus

00:26:14: und Klassismus.

00:26:16: Aber was können wir machen?

00:26:17: Das ist ja auch unser Ansatz bei arbeiterkind.de.

00:26:19: Wir sind gemeinsam eine Community, wir sind ein Netzwerk, wir unterstützen uns gegenseitig Auch wenn wir leider nicht von heute auf morgen ändern können das es Klassismus im Bildungsweg gibt Und dass wir mit dem immer wieder konfrontiert sein werden.

00:26:31: Leider Und ich fand es auch sehr spannend, was du gesagt hast mit dem schönen Tipp.

00:26:35: Den werde ich auch direkt in meinem Arbeitsalltag mit einfließen lassen und mir einmal die Woche hier schön zehn Minuten aufschreiben, was ich gemacht habe.

00:26:42: Ich könnte mir vorstellen dass erste Schwierigkeit dabei ist Man nimmt ja alles als so selbstverständlich, was man selbst macht.

00:26:49: Viele in unserer Community kämpfen mit dem Imposter-Syndrom.

00:26:52: also ich gehöre hier gar nicht her!

00:26:54: Ich tu hier nur so als ob... Was ich leiste ist vielleicht auch gar nicht so viel Wert da es auch dieses wieviel man sich selbst wert ist ein Riesenthema.

00:27:02: Was würdest du zu dir denn raten wenn die jetzt vor dem Leerblatt Kapil sitzen am Freitag noch Mittag um aufzuschreiben?

00:27:07: Was sie diese Woche gemacht haben oder was sie stolz sind und denen vielleicht gar nichts einfällt weil Sie so sehr in diesen Selbstzweifel gedanken hängen?

00:27:14: Ja, aber irgendwas werden sie ja gemacht haben.

00:27:16: Also wenn Sie nicht den ganzen Tag einfach nur Online-Computerspiele gespielt haben.

00:27:20: Irgendwas werden sehr viele Organisationen gemacht haben.

00:27:23: Manchmal hilft es den Menschen, wenn sie an sich in der dritten Person denken.

00:27:27: Wenn sie nicht denken ich Sondern wenn ich sozusagen überlege was hat denn Marion diese Woche geleistet?

00:27:34: So.

00:27:34: und wenn ich dann so auf die dritte Person draufschaue Und dann notiere ich Marion gemacht diese Woche.

00:27:43: Dann fällt es oftmals leichter, das kann ich da an der Stelle dann raten und nochmal zur Not wirklich den Terminkalender anschauen die Punkte durchgehen und natürlich sagen ja aber dafür werde ich doch bezahlt.

00:27:56: dass ist auch selbstverständlich.

00:27:59: Bei professionellen Teams geht es immer nur um einst den Erfolg.

00:28:03: Erfolg kann sehr unterschiedlich definiert sein, eine NGO, die Leben retten will, definiert Erfolg anders im Vergleich zu der Fakultät einer Universität, definierter Erfolg anders in Vergleich zu einem Bankhaus.

00:28:15: Natürlich ist das alles sehr unterschiedliche aber es geht immer um den Erfolg Und deswegen muss ich auch, wenn ich für die NGO arbeite, die Leben retten will in der Lage sein zu erzählen was denn mein Beitrag am Team Erfolg war.

00:28:32: Denn für nichts anderes bezahlen sie mich!

00:28:34: Für nicht anderes.

00:28:35: und deswegen einfach mal zurücklegen überlegen was hat Marion im Hinblick auf den Team Erfolg hier diese Woche beigetragen?

00:28:44: Natürlich ja dafür werde ich bezahlt aber trotzdem muss sich das benennen können.

00:28:48: Deswegen schreibt es auf.

00:28:50: Das finde ich einen guten Tipp und ich glaube, dass sich in der dritten Person etwas positive sozusagen sehr viel einfacher fällt wie wenn man über sich selbst nachdenkt.

00:28:59: Und es ist ja auch interessant, weil du gerade gesagt hast wir werden ja nicht die ganze Woche Computerspieler gespielt haben.

00:29:04: Ich habe einige Veranstaltungen von uns im Kopf wo Kolleginnen Studien vorgestellt haben in denen herausgefunden wurde das gerade die Menschen die jetzt nicht akademischen Familien kommen oft die loyalsten und fleißigsten bei Unternehmen sind, also dass wir sehr dankbar oft sind für die Chancen, die wir haben.

00:29:22: Und das wir uns auch sehr verausgaben.

00:29:23: Also das ist ja eigentlich... Die Statistiken stehen ja voll auf unserer Seite und zeigen ja eigentlich, dass wir es voll draufhaben.

00:29:31: Es muss quasi nur noch der Kopf mit, dass Wir auch realisieren Dass wir eigentlich super viel leisten können.

00:29:36: Schöner Hinweis Top!

00:29:39: Wunderbar Genau, dann würde ich zum nächsten Thema und das passt auch großartig dazu weil du vorher gemeint hast.

00:29:46: Man möchte ja nicht vor den Kolleginnen sagen was man alles geleistet haben unter prallen und grosskotzig sein sondern in den Entwicklungsgesprächen an den richtigen Stellen...

00:29:55: Auch da nicht prallen oder grosskotzig sein?

00:29:56: Das ist nicht die Empfehlung!

00:29:58: Nicht ruhigsachlichtige Fakten benennen!

00:30:02: Also nicht irgendwo hier den Höhenflug verfallen.

00:30:08: Und das ist auch die Frage, die viele beschäftigt hat aus unserer Community nämlich wie kann ich denn durchsetzungsstark sein ohne dabei ein A-Loch zu sein?

00:30:18: und da kommen so Fragen wie zum Beispiel... Ich lese dir jetzt hier mal drei Stück vor, die ich exemplarisch mitgenommen habe.

00:30:24: benutze ich diese Kommunikationsstrategien ohne toxische Männlichkeit nachzuahmen.

00:30:28: Wie führen ohne die Pingouine nach zuahmen?

00:30:32: Die Pingouinen waren, glaube ich in unserer Veranstaltung, die Menschen, die im Anzug erschienen sind überall hin.

00:30:38: oder wie gehe ich damit um das Spiel zu spielen obwohl es mir auf die Nerven geht und ich's eigentlich auch kritisch sehe?

00:30:44: also wie kann ich all diese Dinge umsetzen ohne dass sich selbst jemanden werde den ich eigentlich gar nicht mag?

00:30:51: ja Ich muss ja keine schlechte Führungskraft sein, nur weil ich vielleicht schlechteFührungen erlebt habe.

00:30:57: Also... ...ich kann ja die Führungskraft werden, die ich gerne sein möchte.

00:31:04: So nun ist das immer so eine Herausforderung wenn ich selbst in einem Umfeld unterwegs bin wo ich Führungen erst mal nicht so positiv erlebe.

00:31:12: Das kann ich aus meiner eigenen Vergangenheit bestätigen.

00:31:15: Ich habe früher Handball gespielt und wir hatten eine Zeit lang einen Trainer, der hatte keinen freundlichen Charakter um es vorsichtig zu sagen.

00:31:24: Also er stand in der Mitte auf dem Sportplatz hat geraucht und brüllte immer schneller.

00:31:30: Und der hat uns Skippings machen lassen die Treppen hoch und runter bis einem wirklich übel geworden ist.

00:31:35: Und ich fand das furchtbar.

00:31:36: also mich zu bewegen ohne Ball konnte ich immer schwer nachvollziehen.

00:31:41: Immer gedacht das müsste doch auch anders gehen.

00:31:43: Und dann wurde ich selbst Trainerin einer Jugendmannschaft und das erste, was ich gemacht habe ist dass die Mädchen da die Skippings, die Treppenhohren runtermachen mussten.

00:31:52: Weil ich dachte hat uns auch nicht geschadet und schneller.

00:31:56: Und irgendwann wollte mir das bewusst und ich hab mich richtig geschehmt.

00:31:59: Ich hab mich wirklich geschehamt und hab gedacht was machst du denn hier?

00:32:03: Du fannst das damals doof und jetzt machst du das selbst in deiner Rolle als Trainerin.

00:32:07: Das ist doch furchtbar!

00:32:09: Sondern habe ich das nicht mehr gemacht, sondern habe mir andere Übungen überlegt.

00:32:13: Die denselben Trainingseffekt hatten die aber deutlich mehr Spaß gemacht haben und für Ballsportlerinnen eben auch in Kombination mit einem Ballstand gefunden haben.

00:32:21: Ich hab mich wirklich geschämt Und Das lässt sich natürlich auch dann auf den Beruf übertragen.

00:32:28: Also Vorsicht vorsicht sowas sind übertragende Muster, die ich auch gar nicht möchte, sondern Wie kann ich jetzt Führung gestalten und leben?

00:32:39: Natürlich ist das gerade, wenn man eine junge Frau oder junge Flinterperson ist herausfordernd erst einmal.

00:32:45: Weil natürlich auch die Erfahrenden einen Versuchen herauszufordern und da hat mir aber oft sehr geholfen... Auch da wieder die Klarheit in der Rolle.

00:32:54: Ich bin jetzt ja nicht auf einmal ein besserer Mensch, ich weiß auch nicht mehr... Also gerade wenn der andere Mensch über fünfzig Jahre ist und schon über dreißig Jahre im Beruf ist, ich weiss ja nicht mehr!

00:33:04: Ich habe einfach eine andere Rolle.

00:33:08: Und ich muss dafür sorgen dass das Team alles hat was es braucht, dass die Kaffeemaschine funktioniert, dass um die Urlaubsplanung vernünftig geregelt wird.

00:33:17: so also ich hab' einfach jetzt andere Aufgaben.

00:33:20: aber ich bin kein besserer Mensch Und die in meinem Team können trotzdem viel größerer Erfahrung und das größere Know-how haben.

00:33:27: Aber ich lasse mich von denen auch nicht veräppelt, also wenn da so ein erfahrener Mitarbeiter antworten, eine wichtige Frage an mich richtet... Dann kann ich den ganz gespannt angucken und sagen Herr Schulze, das ist eine ganz spannende Frage die Sie da haben.

00:33:42: Nehmen Sie die mal mitmachen sich mal schlau und dann berichten sie in unserer Team-Sitzung am Freitag um elf das Ergebnis denn es könnte ja auch für die Kolleginnen und Kollegen interessant sein.

00:33:54: So dann machen wir das zweimal, dann kommen die nie wieder weil sie merken okay Knatz lässt sich nicht veräppeln, lässt sich nichts vorführen Mist.

00:34:01: jetzt habe ich mir Arbeit hier aufgehalst Und dann muss man aber auch nachfragen.

00:34:05: Der Schulze, Sie haben sich hoffentlich schlau gemacht.

00:34:07: jetzt erzählen sie mal so ob da musst du dann aufwarten bleiben ist ja klar.

00:34:11: Also auch da geht respektvoll im Miteinander Aber in der Sache auch ruhig klar sein

00:34:17: und das finde ich auch gut.

00:34:18: wenn man selbst wie Du sagst in Positionen ist wo man auf einmal die Trainerin ist Dann kann man sich auch an das alles erinnern und all die Strategien mitnehmen ohne zu reproduzieren was einen immer genervt hat

00:34:30: Genau.

00:34:30: Wie gesagt, es läuft schnell in diese Fallen hinein.

00:34:33: Das kennt man ja auch aus der Forschung.

00:34:35: also das was man so selbst erlebt hat dazu neigt man aber man ist nicht dazu verdammt.

00:34:41: Also man kann den Schritt zurück machen reflektieren überlegen.

00:34:45: Was braucht auch das Team?

00:34:46: Es gibt auch nicht die eine richtige Führung.

00:34:48: das gehört zur Wahrheit eben auch dass eine team braucht stärker dies.

00:34:53: das andere team braucht stärker das ich als führungsgrad.

00:34:56: Braucht er dies, braucht er das?

00:34:57: Also das muss sich ja auch so ein bisschen händitschen.

00:35:01: Absolut!

00:35:03: Wir kommen zu einem Thema, dass sehr viele beschäftigt weil wir so viel mit dem Impostesyndrom zu tun haben nämlich das Thema Entlohnung.

00:35:13: Egal ob wir gerade angefangen haben also wir sind im Berufseinstieg vielleicht sind wir auch noch in der Bewerbungsphase und müssen verhandeln.

00:35:20: Wir sind den Berufseinstieg oder wir sind schon einige Stufen nach oben geklettert.

00:35:24: Das Thema Entlohnung begleitet uns.

00:35:26: und erstens, was machen wir wenn wir mit dem Impostasyndrom kämpfen?

00:35:30: Und immer das Gefühl haben wir Gehirn hier eigentlich nicht her aber tief in uns wissen.

00:35:36: Eigentlich wird es was ich mache stimmt die Entlohnung nicht.

00:35:39: wie kommt man mit diesem Konflikt in sich klar?

00:35:42: und was ist wenn ich das Gefühl habe Ich sollte eigentlich viele sind ja auch an einen TVL angelehnt oder eingruppiert Wenn man das Gefühl hat ich bin hier völlig falsch einkategoriert worden Man sieht hier gar nicht was ich eigentlich mache.

00:35:54: Wer da wirklich mit sich kämpft, kann ich auch nur empfehlen versucht in diese dritte Person hineinzugehen.

00:36:00: Versucht für Marion zu verhandeln.

00:36:03: Für Marion die Punkte zu notieren warum sie falsch eingruppiert ist?

00:36:08: Warum Sie eigentlich eine andere Entlohnung sonderzulagen?

00:36:13: Buni was auch immer daran hängt.

00:36:16: Warum Sie das verdienen?

00:36:17: Sachargumente, Sachargumenten, Sachargumente.

00:36:21: Tendenziell ist es tatsächlich so.

00:36:23: Ich sage jetzt mal vereinfacht und als Frau, als Frau werde ich in aller Regel nicht überbezahlt.

00:36:30: Es gibt ja das Endgeltransparenzt-Gesetz seit Jahren und immer wieder erlebe ich es wenn eine Managerin das in Anspruch genommen hat dass sie also über den Betriebsrat oder die Personalabteilung Einblick bekommen hat wo in der Range sie eingruppiert ist.

00:36:47: Die waren nie oben eingruppt, sie waren immer ganz unten eingrupped.

00:36:52: Nun ist das Gehalt der Kollegen, Kolleginnen immer kein offizielles Argument.

00:36:56: Aber natürlich spielt es eine Rolle.

00:36:58: also wenn ich in meiner Beannehmung dieses Gefühl habe Ich werde deutlich zu schlecht entlohnt dann macht das was mit meiner Zufriedenheit und meiner Motivation Und im Zweifel eben auch mit meiner Loyalität gegenüber der Organisation.

00:37:11: aber Der erste Schritt ist dann eben wirklich sich gut vorzubereiten hinzugehen Also wieder da Sachargumente geht hin Und es kann passieren, auch im Jahr ist es eigentlich ein Beispiel aus dem echten Leben.

00:37:28: Es ist eine Frau wirklich gut vorbereitet hingegangen und hat gesagt, warum sie findet, dass sie mehr Gehalt verdient.

00:37:35: Und ihr wurde allen Ernstes gesagt was wollen Sie denn mit einem... weil was wollen sie mit mehr Gehalte?

00:37:39: Sie haben doch einen Mann der Wut verdient!

00:37:41: BAM!

00:37:41: Im Jahr ist das A-Temperraum, was alles immer noch passieren kann.

00:37:47: Aber lasst euch davon nicht ins Boxhorn jagen, egal was für seltsame Argumente kommen.

00:37:53: Wenn wirklich gar nichts geht, obwohl man sagt pass auf also muss ja nicht sofort sein.

00:37:57: aber ich möchte jetzt einen Stufenplan.

00:37:58: Ich möchte wissen wie?

00:38:00: Nicht ob sondern Wie kann sich das Ganze hier entwickeln in welchen Schritten, welchem Tempo?

00:38:05: und da geht nichts gut.

00:38:07: dann ist dieses Label, liebe Changes.

00:38:09: Dann muss ich eben gegebenenfalls darüber nachdenken mich zu verändern Also mir ein anderen Job in der Organisation oder eine andere Organisation tatsächlich zu suchen.

00:38:19: Denn auf Dauer wird man ansonsten sehr unglücklich, wenn die eigene Leistung gar nicht gesehen und wertgeschätzt wird, dass auf Dauern funktioniert das an aller Regel nicht.

00:38:30: also dann muss ich eben zur Not mich verändern.

00:38:34: Ich finde es auch gut, ich finde das ist ja auch sehr der Zeitgeist dieses Konsequenzen ziehen, Grenzen ziehen und das heißt ja nicht ewig auf die andere Seite einzureden weil einem was nicht passt noch irgendwann zu sagen.

00:38:45: Gut jetzt habe ich hier alle Argumente vorgebracht.

00:38:47: wenn ihr mir nicht diese Möglichkeit bietet dann werde ich mir diese Möglichkeit woanders suchen.

00:38:52: Ich bin auch ganz schockiert von dem Beispiel und möchte auch nochmal für gerne zu uns in die Community und ins Netzwerk.

00:39:00: Und sucht euch Piers, bei denen ihr auch wirklich einfach nur mal unter Anführungszeichen jammern dürft!

00:39:08: Das können wir gerne gemeinsam machen weil man muss auch bei so viel schlechten was einem widerfährt In solchen Situationen muss man auch einfach mehr Raum haben um sich da auch alles von der Seele reden zu dürfen.

00:39:18: Und dann nehmt wieder Marions Ansätze und marschiert wieder zurück, bringt noch ein paar Sache Argumente!

00:39:23: Ich fand es auch ganz großartig, dass du natürlich über dich in der dritten Person Marion sprichst und du meinst natürlich das ich mich als Mitzieh anreden soll.

00:39:29: in so einem Gedanken aber ich fand's auch gerade ganz sympathisch darüber nachzudenken was würde Marion tun?

00:39:35: Das nehme ich für... Da hatte

00:39:36: ich tatsächlich mal eine Managerin.

00:39:37: die hat mir das erzählt und ich dachte wow also weiß ich gar nicht ob ich das so gemacht hätte.

00:39:42: Und dann hat sie gesagt, so.

00:39:45: Dann habe ich überlegt was würde Marion machen?

00:39:47: Er hat sich erst eine Flasche Wein geöffnet und er hat diesen Wein also getrunken.

00:39:53: Und dann ist sie am nächsten Tag hin und hat gesagt So!

00:39:55: Also ich denke darüber nach aber nur wenn ich den exakten Vertrag von Thomas bekomme und dem will ich sehen.

00:40:01: das war der andere Geschäftsführer und es haben die gemacht.

00:40:06: Sie hat genau den Vertrag bekommen und auch das Gehalt.

00:40:09: Also ihr habt mal eben Ihr Gehalt mehr als verdoppelt und hat gestrahlt, wenn sie mir das erzählt hat.

00:40:14: Ich weiß nicht gar nicht ob ich das so gemacht hätte aber wenn es Sie dazu

00:40:18: inspiriert

00:40:19: hat dann okay.

00:40:20: Wow wie großartig!

00:40:21: Wir kleben uns jetzt alle in einem Bild von dir an den Kühlschrank und wenn wir morgenstern uns zum Kaffee machen den ersten mit der Arbeitmaschine werden können wir daran.

00:40:28: was würde Mario heute so tun?

00:40:31: Das finde ich eine großartige Gedächtnisstütze.

00:40:33: Willkommen langsam in die Richtung des Endes der Zeit für heute.

00:40:38: Ich würde aber gerne nach einer letzten Frage mit dir besprechen, an den letzten Frageraum gehen weil mich interessiert was.

00:40:45: du bist ja jetzt schon wirklich lang in diesem Spiel unterwegs?

00:40:48: Du hast alle Ebenen kennengelernt!

00:40:51: Du hast studiert, du hast gearbeitet und du hast gecoached.

00:40:56: Mit all dem was du jetzt an der Form gesammelt hast... Was hättest du denn gern?

00:41:00: Früher gewusst?

00:41:01: oder was würdest du dir auch erzählen, wenn du jetzt noch mehr anfangen würdest?

00:41:04: Also das, was ich gerne früher im Leben gewusst hätte.

00:41:07: Was ich auf die harte Tour dann irgendwann gelernt habe dass es nicht immer hilfreich ist um mit den Gast zu geben sondern dass es manchmal auch sehr zielführend ist loszulassen und einfach mal sich treiben zu lassen und mitzuschwimmen Mit heiterer Gelassenheit Einfach so ein bisschen staunen gucken Den Augenblick auch genießend Und dass sich darüber auch oft wieder tolle neue Dinge ergeben und Gelegenheiten so die gelegenheit haben.

00:41:36: Ich weiß, es klingt ein bisschen doppelt aber ich hoffe man versteht was ich meine oder was ich sagen will auf einen zuzukommen also das man auch mal so ein bisschen ran gespült wird an neue Möglichkeiten.

00:41:47: Ich war immer sehr kämpferisch am Anfang unterwegs und dieses mehrheitere Gelassenheit auch sehr zielführend und sehr hilfreich.

00:42:00: Das hätte ich gerne ein bisschen früher gewusst!

00:42:03: Das finde ich richtig schön, ich bedanke mich herzlich dass du unsere Community so viel von deinem Wissen in den Veranstaltungen mit uns schenkst und ich bedank mich auch heute für die Zeit das du mit uns diesen Podcast gemacht hast damit ganz viele unabhängig von wonnen vielleicht auch drei Uhr nachts sich deine Sachen anhören möchten das können.

00:42:20: vielen Dank.

00:42:21: Ich wünsche allen, die zuhören weiterhin viel Erfolg.

00:42:26: Unser Slogan hier ist immer Herr Franz Dorming the Castle welches Castle auch immer euer Nächstes

00:42:31: ist.

00:42:32: Grülfertig!

00:42:33: Danke, Marion

00:42:33: Knapp!