00:00:02:
00:00:10: Hallo und herzlich willkommen zu ourdekind.de, der Podcast!
00:00:14: Ich bin Mitzi und heute darf ich mit Dr.
00:00:17: Mahmut Martin Jüchsel ein Gespräch führen.
00:00:21: Hallo, Mahmut?
00:00:22: –
00:00:23: Hallo, Mitzi.
00:00:23: Ich freue mich, dass ich da sein darf.
00:00:25: Ja, ich bin total excited, dass du hier bist.
00:00:28: Und ich habe auch gehört, heute ist ein wirklich aufregender Tag.
00:00:32: Heute wird nämlich ein Buch in deinem Normen veröffentlicht.
00:00:35: Ja genau, das ist ein Projekt.
00:00:36: Das ist tatsächlich seit Jahrzehnten schon angelaufen.
00:00:41: Damals saß ich in einem Café am Harvard Square während meiner Doktorarbeit und habe mich gefragt ob das vielleicht eine spannende Geschichte sein könnte?
00:00:51: Es war lange Zeit nur eine Idee und dann über die letzten Jahre hat sich das halt weiterentwickelt.
00:00:58: da kam auch der Ruhwort Verlag dazu.
00:01:02: Morgen, beziehungsweise heute kommt das Buch dann wirklich auf den Markt und ich bin sehr gespannt.
00:01:07: Unglaublich!
00:01:08: Wie schön!
00:01:09: Erstens mal gratuliere und vielleicht möchtest du uns auch verraten, woran hast Du denn gedacht?
00:01:14: Warum das eine spannende Geschichte sein könnte um es zu veröffentlichen?
00:01:17: Ja also im Endeffekt als Mensch mit oder auch Akademiker mit einem Arbeiterfamilien-Hintergrund sowie auch einer Migrationshintergrund hatte ich oft immer gemerkt im Bildungssystem, dass da eine gewisse Schwerkraft gegen ein Selbst existiert.
00:01:38: Deswegen haben wir auch bewusst diesen zweiten Titel gewählt – einen Bildungsweg gegen die Schwerkraft des Systems.
00:01:45: Das ist natürlich sehr abstrakt ausgedrückt aber im Endeffekt hatte ich häufig gemerkt, dass gewisse Instanzen deutlich freundlicher für den Status quo gestaltet sind.
00:01:59: Also Kinder, die natürlich mit perfekten Deutschkenntnissen direkt in Schule kommen wo die Eltern finanzielle Mittel haben vielleicht die Eltern selber irgendwie Ärzteanwälte oder Akademiker sind.
00:02:12: da kann natürlich auch viel mehr mitgegeben werden von Elternhaus heraus.
00:02:16: das habe ich häufig gemerkt und ich glaube dass ist ein eine Ressource, die bei uns in das Leben nicht immer vermerkt wird.
00:02:24: Dann werden Kinder natürlich dann über einen gewissen Kamm geschert und man schaut so okay wie sind die Noten aber welche Bedingungen und welche Startbedingung vor allem dahinterstecken?
00:02:36: Das wird dann häufig gar nicht beachtet und ich finde dass es genauso wichtig und genau deswegen war's für mich wichtig das einmal mal niederzuschreiben auch gleichzeitig mal die Instanzen die Türen aufzuzeigen, die mir diesen Weg gezeigt haben und mir auch geholfen haben.
00:02:56: Und hoffe dass es einfach viele Leute erreicht, die vielleicht sich davon inspirieren lassen oder eine kleine Hilfe daraus gewinnen.
00:03:04: Wirklich mega cool!
00:03:06: Ich merke wir sind schon mittendrin in einem riesigen Thema.
00:03:09: und um alle noch mal abzuholen wie ihr wahrscheinlich im Titel gelesen habt der Titel des Buches ist von der Hauptschule nach Harvard.
00:03:19: Weil du gerade gemeint hast, der Untertitel ist vielleicht etwas auf der Meta-Ebene?
00:03:22: Das ist ein sehr eindrücklicher Titel!
00:03:24: Ich glaube wir alle haben sofort einen Bild im Kopf wie dein Weg ausgesehen haben könnte.
00:03:28: aber heute sind wir hier damit du uns noch mal erzählen kannst ab unserer Vorstellung und auch stimmen.
00:03:33: ich habe gehört du bist in einem Dorf in Niedersachsener aufgewachsen.
00:03:38: Wie war denn das?
00:03:40: Richtig ja bei Euten bassen Achim auch in diesem Dreieck und ich meine, das ist sehr ländlich oder wir haben eben eine recht dörfische Struktur dort.
00:03:54: Es gab nicht sage ich mal viele Einkaufsleden und insgesamt war es größte Highlight im Jahr das Ernte.
00:04:01: Dankfest also von daher sehr sehr dörfig und klar war dadurch auch ein Machmut mit Migrationsergrund auf der Grundschule immer etwas, sag ich mal auffälliger wie andere junge Menschen.
00:04:18: Und im Endeffekt hatte das eben zweierlei Resultate einerseits man hat auch schnell Menschen kennengelernt gleichzeitig hatte aber auch das Gefühl häufig dass man schneller die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat.
00:04:36: gut als auch im schlechten.
00:04:38: und es kann natürlich für ein Kind erstmal etwas Ungewohntes sein, dass man dahingehend das erst mal lernen muss mit dieser Aufmäxtigkeit umzugehen.
00:04:48: Und genau meine Grundschullehrerin hatte damals dann eben auch früh gemerkt, dass sprachlich die Defizite vorhanden sind.
00:04:58: Es kam dann auch zu einem Gespräch der Halben wo sie mein Eltern empfohlen hat, dass ich doch bitte mehr Deutsch zu Hause spreche weil ich sonst dem Unterricht nicht folgen kann.
00:05:10: Das ist erstmal ein nachvollziehbarer Gedanke.
00:05:14: Gleichzeitig könnten meine Eltern das gar nicht so gut unterrichten, da ich sie selber nur gebrochenes Deutsch sprach.
00:05:23: und genau wir wissen ja aus größeren Studien mittlerweile dass es nicht die Empfehlung ist pädagogischerseits eigentlich soll man ja mit der Muttersprache zu Hause fortführen damit sich das Vokabular ausbaut und auch tiefe und als auch das komplexe Denken stärker trainiert wird.
00:05:46: In meinem Fall hat es halt eben dazu geführt, dass ich kein besseres Deutschsprach quantitativ vielleicht mehr aber qualitativ nicht und dadurch aber auch so ein bisschen die Bezug zu meiner kurdischen Muttersprache etwas verlor.
00:06:02: und genau das waren so wahrscheinlich zwei Key Factors die wahrscheinlich zu meinen ländlichen Aufwachsen gekennzeichnet haben, welche ich dann buchen natürlich etwas genauer noch beschreibe.
00:06:15: Ja also ich muss sagen, ich fühle da total mit wenn du sagst dass du da auch irgendwo den Bezug, den du zu deiner eigentlich... Ich sage jetzt Muttersprache im Sinne von was in der Familie auch spricht, irgendwo auch nicht verlierst, aber ein Stück weit der in den Hintergrund rückt und gar nicht unbedingt dazu führt dass jetzt die Deutschkenntnisse besser werden.
00:06:36: Also ich könnte mir vorstellen das ich mich da auch ganz schön zerrissen fühlen würde.
00:06:40: man möchte alles richtig machen man möchte in der Schule gut performen.
00:06:43: man möchte also man hat ja eigentlich als Kind auch irgendwo die Intention zumindest weil es bei mir als kind auf jeden Fall immer so dass man ja nirgends wo unangenehm auffallen möchte man möchte ja eigentlich gut reinpassen man möchte gut mitmachen man möchte eigentlich keine schlechten Noten nach Hause bringen.
00:06:59: Und wenn dann die Lehre mit einer Empfehlung kommt, die vielleicht trotz Umsetzung der Empfehlungen zu nichts führt könnte ich mir auch vorstellen dass man schon frustriert ist.
00:07:08: War das bei dir so?
00:07:10: Ja absolut!
00:07:11: Also ich glaube ein gewisser Unglaube hat sich natürlich erst mal manifestiert und man selber als Kind sich gefragt ob wirklich alle Erwachsenen immer im Recht sind.
00:07:23: Das war wahrscheinlich so eine erste Impuls selber zu verstehen, man muss vielleicht auch mehr seinem eigenen Instinkt folgen.
00:07:32: Das hatte dann aber eben einige Jahre noch gedauert bis sich das wirklich etablierte dieser Instinct und insgesamt diese Denkweise wodurch sie sich eben auch noch andere Türen geöffnet haben oder?
00:07:46: Weil letztendlich sind wir nur so gut wie wir es uns selbst zutrauen.
00:07:54: Genau diese Erwartungshaltung ist natürlich immens wichtig.
00:07:57: Das zeigt sich ja auch zum Beispiel jetzt in der PISA-Studie, im Jahr zwei Tausendfünfundzwanzig, dass die Erwartungshaltung maßgeblich auch eben das Selbstbewusstsein von jüngeren Menschen mit dem Fall fünfzehnjährigen beeinflusst und für sie auch gleichzeitig klar macht was mögliche so etwas nicht.
00:08:19: Nichtsdestotrotz ist es nicht nur die reinen Einstellungen, das möchte ich gar nicht so darstellen.
00:08:25: Sondern wir sehen ja auch in der Studie eben des Deutschland einen massiven Unterschied hat zwischen socioökonomischen privilegierten Menschen und socioeconomisch weniger privilegierte.
00:08:37: Konkret fahren das glaube ich hundertundzwanzig Punkte in den Naturwissenschaften zwischen obersten und untersten.
00:08:44: Vettel Man kann das rechnerisch gar nicht so übersetzen, aber zwanzig bis zweinzwanzig Punkte entsprechen einem Schuljahr.
00:08:52: Sprich wenn man es zugespitzt quasi ausdrücken möchte zwischen ärmsten und wohlhabendsten Viertel gab's fast fünf Jahre sechs Jahre Schuljah-Wissensunterschiede und das ist eine Korrelation.
00:09:09: die ist beeindruckend im negativen Sinne.
00:09:13: Und ich kann mir vorstellen, genau diese Effekte hast du gespürt und bist dann damit auch durch die Schullaufbahn.
00:09:19: Soweit ich das in dem Teasertext von deinem Buch verstanden habe, bist du dann ja auf die Hauptschule gegangen bzw steht doch eigentlich auch im Titel Von der Hauptschulle nach Harvard.
00:09:28: Bist du nun auf die Haub-Tülle gegangen und hast für dich herausgefunden Du möchtest woanders hin oder hat es jemanden gegeben, die dir geholfen hat?
00:09:37: Wir haben ja unsere Zuhörer aus der Arbeiterkind-Community und da haben ja auch viele, wie sage ich sagen die suchen nach Inspirationen, Geschichten, die den Mut machen.
00:09:50: Dinge wo man sich vielleicht auch mal was Gutes abgucken kann.
00:09:52: Was war denn das, was dich durch deine Schule auf Zeit gebracht hat?
00:09:56: Ja absolut!
00:09:58: Also im Endeffekt kurz nach der Hauptschule wo sich dann auch die sprachlichen Devizite immer mehr verbessert haben hatte ich dann eben auch den Wechsel direkt auf die Realschule gemacht.
00:10:12: Dort war es initial dann auch erstmal ein bisschen schwieriger Fuß zu fassen und auch quasi im Endeffekt dieselben Noten zu erreichen wie auf der Hauptschule, dort hatte ich denn direkt auch einen Einsatzschnitt was natürlich mich auch beflügelte.
00:10:30: gleichzeitig kann ich gar nicht sagen dass das nur meine Leistung war.
00:10:34: Es war auch mein Realschutzlehrer der Otto Kälber, das ist ein wunderbarer Lehrer.
00:10:42: Der ist mittlerweile auch schon in Rente, vielleicht hört er ja mit rein.
00:10:46: Er hatte es sich offenbar zur Angewohnheit gemacht Potenziale zu sehen wo sie eben noch nicht gesehen wurden.
00:10:53: Das hat er speziell bei einer Mitschülerin sowie auch bei mir gemacht In der Retrospektive und kann dann auf mich zu und meinte hey Wenn du bist, dann fordere ich dich.
00:11:06: Also er hat auch wirklich gesagt, ich forderte dich aber ich förderte dich auch und das war dann erstmal so eine Klinge mit eben zwei Seiten wo ich nicht ganz sicher war ob ich dem die zustimmen möchte.
00:11:20: Aber ich fand es doch irgendwie so geschmeidig und ansprechend dass ich dann mitgegangen bin Und innerhalb von einem Jahr hatten sich meine Noten noch mal zusätzlich verbessert auf der Realschule auch in Richtung Einserschnitt und er meinte dann auch eines Nachmittags, hey hier ist dieses Schipendium von der Startschriftung kommen wir bewerben uns mal darauf.
00:11:47: Ich hatte zu dem Zeitpunkt noch nie fast von einem Schipendum gehört war mir nicht sicher ob das wirklich was für mich ist sondern vielleicht eher so für elitäre Kinder aus Ich weiß nicht, Porsche-Familien oder andere sehr wohlhabende Familien.
00:12:04: Das schien mir immer so aus den Filmen zumindest rüberzukommen und auch da bin ich dann einfach mitgegangen weil ich dachte okay das scheint ja eine nette Empfehlung zu sein und es macht zumindest mal Sinn ist auszuprobieren.
00:12:19: Und zum Ende der zehnten Klasse auf der Realschule hatte sich die Zusage für dieses Schipenium bekommen welches eben noch ganz andere Türen geöffnet hat.
00:12:28: Nicht nur finanziell haben die ihm gefördert, sondern auch ganz viel ideell.
00:12:33: Wir hatten viele Seminare im Wochenende wo man mit anderen Schipendiaten aus Arbeiterfamilien oder aus Migrantenfamilen oder eben auch aus ganz anderen persönlichen Schwerten Hintergründen kamen wir zusammen und hatten dort manchmal von Freitagabend bis Sonntag Wirklich spannende Seminare zu einem möglichen Themen.
00:12:58: Freies Sprechen, Präsentieren, interkulturelle Kompetenz erinnere ich mich noch sehr gerne daran.
00:13:07: Also es waren wirklich verschiedenste Themen auch teilweise technische Themen und man hat halt dadurch auch nochmal ganz andere Freundschaften und Perspektiven erhalten die im Nachgang dann noch mehr freigeschaltet haben.
00:13:22: Ich glaube ich mich zu Erinnern Otto hieß Schaut out zu Otto.
00:13:28: Otto Kälber war das, genau!
00:13:30: Otto Kölper schaut auch zu ihm... Ich glaube ich habe mit ganz vielen Menschen aus der Community wenn ich mit denen rede höre ich immer wieder ja es gab diese eine Person die an mich geglaubt hat die irgendwo in diesem Bildungssystem rumschwirte ob das jetzt ne Lehrperson war oder anderwertig ne Person die dort betreut hatte oder die man dort kennengelernt hat.
00:13:51: Oder gab es so eine erwachsene Person, die an mich geglaubt hat und mich hier und da mal einen guten Tipp gegeben hat oder mich auch mal gefordert hat?
00:13:58: Und die dachte ich kann das auch wirklich schaffen.
00:14:01: Du hattest ja auch vorher schon gesagt ob man selbst an sich glaubt hat ganz viel damit zu tun wie man dann eigentlich performt.
00:14:09: Und ich finde es total schön, dass du diese Person gefunden hast und ich find's auch schön zu wissen.
00:14:14: Es reicht manchmal auch eine Person.
00:14:16: also für alle die vielleicht heute wie du an einer Position sind wo sie bereits anderen helfen können man.
00:14:24: natürlich ist es schön wenn Menschen ganz das Netzwerk aus Leuten haben die denn helfen können.
00:14:28: aber manchmal ist auch schon genug die eine Person zu sein zu der ein junger Mensch kommen kann um ne Frage stellen kann und wo man sagen kann ey ich glaub tatsächlich dass du das hinkriegen könntest.
00:14:39: Und was mich jetzt total interessieren würde ist, war dir in diesem Prozess von ... Du meintest ja schon Stipendium.
00:14:45: Das war nichts an das du gedacht hattest?
00:14:48: Ist es auch Schülerstependium oder war das schon ein Stipedium?
00:14:51: Ja genau, ein Schülerstependiam!
00:14:53: Du nix und ... War dir in dieser Zeit denn bewusst dass du unter Anführungszeichen Arbeiterkind bist also ein Kind aus einer nicht akademischen Familie oder wusstest du einfach nur die Fuß?
00:15:04: irgendwie für mich der Bildungsweg schwieriger, aber warum weiß ich eigentlich gar nicht?
00:15:09: Hat es vielleicht was mit meiner sprachlichen Kompetenz zu tun die ich am Anfang hatte oder war das schon ein Gedanke den du aktiv hattest.
00:15:16: Ja ja ich hatte glaube ich als Kind häufig das nicht komplett verstanden.
00:15:21: Es war immer so ein gewisser Unsichtbarer Faktor.
00:15:25: Mit Sicherheit ist Rassismus ein Thema.
00:15:29: Das kann man nicht wegdiskutieren.
00:15:32: Ich muss aber zugeben, dass eben dieser Arbeiterfamilienhintergrund dann immer so als unsichtbarer Faktor vorhanden war.
00:15:39: Den ich dann selber erst spät bemerkt habe.
00:15:43: Vor allem dann an so Kontrastsituationen wo ich dann jemanden getroffen hatte zum Beispiel mit persischer Herkunft dessen Eltern irgendwie renommierte Ärzte auch in Persien waren und Plötzlich war das nochmal ein ganz anderer Kontrast.
00:16:00: Man hat einfach gemerkt, es ist vielleicht gar nicht nur der Migrationssergrund sondern auch eben dass meine Eltern selber bis zur achten Klasse maximal die Schule besucht haben und eigentlich ihr Leben lang nur in wirklich körperlichen Jobs gearbeitet haben und selber eigentlich vom Akademikatum wenig gesehen hatten bis dahin sich auch wenig dafür interessierten, weil es eben so unerreichbar war.
00:16:28: Und natürlich ist das dann von Haus aus einfach eine ganz andere Situation.
00:16:32: Man kriegt nicht irgendwie die entscheidenden Tipps, die entscheidenen Weisheiten mitgegeben wie man sich zum Beispiel in einem Studium benehmen soll, wie man das Abitur möglichst konsequent absolviert oder eben auch so ganz einfache Dinge Akademikerinterview sich gegenüber dem Arbeitgeber verhält.
00:16:51: Das ist auch nochmal eine komplett andere Situation, wie wenn man nicht zum Beispiel auf einer physikalischen Arbeitsstelle bewirbt.
00:17:00: Da ist es weniger vordergründig was die Person dann vielleicht auch verbal von sich gibt.
00:17:07: und Also diese ganzen Unterschiede, das habe ich dann über die Jahre auch erst richtig gelernt.
00:17:14: Dann natürlich viel mehr mit Menschen zu tun gehabt, die eben klassisch aus dem Arbeiterhintergrund kommen, wo häufig dieses Krippanz auch zu Hause herrscht.
00:17:25: Oh ja du bist jetzt Lehrerin geworden!
00:17:28: Aber helft doch deiner Schwester hier beim Bau und beim Streichen der Wohnung.
00:17:34: Und natürlich sind immer noch die alltäglichen wichtigen Dinge Aber es fehlt manchmal so ein bisschen das Verständnis voneinander, dass man eben in einer vollen Arbeitswoche nicht vielleicht den klassischen Nine to Five Lifestyle führen darf und weiß versa.
00:17:53: Auch auf der anderen Seite gibt's immer andere Schwierigkeiten so gesehen.
00:17:57: Und genau also ich glaube dieses gegenseitige Voreinander verstehen und auch diese Verständnisfrage Die ist immer ganz wichtig, glaube ich.
00:18:09: Und auch für sein eigenes Seelenwohl würde ich sagen... ...weil man sich dann immer fragt bin ich richtig?
00:18:14: Mache das richtige gerade?
00:18:17: Bin akademisch vielleicht auf dem richtigen Weg aber irgendwie fühlt sich das nicht im Einklang mit meiner Familienkultur oder mit meiner familien Ansicht an und ich glaube das sind immer wirklich schwierige Fragen die die dann wirklich jeden auch begleiten, der aus einer Arbeiterfamilie
00:18:34: kommt.
00:18:35: Man sieht mich jetzt hier – die Zuhörerinnen sehen mich ja nicht – aber mir falten nicken fast der Kopf vom Hals.
00:18:41: Also ich könnte nicht mehr in meinem eigenen Gefühl zustimmen.
00:18:45: Es ist total spannend wenn ich mir vorstelle du hattest zuerst dieser Moment, in dem du später in der Schlafbahn in Deutsch gesprochen hast oder gelernt hast zu sprechen, dass deine Eltern gar nicht in der Lage waren zu sprechen.
00:19:02: Also du hast dir da irgendwo auch eine Sprachkompetenz erreicht die dich ja schon mal irgendwo von den Eltern entfernt hat und ich bin mir sicher deine Eltern sind doch total stolz auf dich.
00:19:12: aber trotzdem ist es ja schon etwas wo man sich denkt ah interessant bist du schon mal an einem ganz anderen Punkt dann bist du in der Schulaufbahn ganz woanders und mit jedem Schritt ist man ja einen Schritt weiter weg von dem, wo mal eigentlich war.
00:19:24: Und die Lücke dazwischen wird immer größer und das ändert ja ganz oft nichts Liebe und einem Stolz und an dem wie großartig dass du das alles machst.
00:19:31: aber so wie du sagst, man hat die Lebensrealität noch nicht erlebt.
00:19:35: also das Verständnis des unmittelbare Verstehen für eine Situation dir mein ist es ist nicht so ganz da Und ich könnte mir auch vorstellen, dass die Entscheidung zu studieren dadurch ja vielleicht auch.
00:19:48: also das ist ja in jeder Familie anders.
00:19:50: Wie war denn das bei dir?
00:19:51: Waren deine Eltern dienen wie gesagt haben jetzt bist du soweit gekommen jetzt musst du auch unbedingt studieren gehen.
00:19:56: oder waren die so was sollen des?
00:19:58: jetzt hast doch alles erreicht jetzt holt ihr doch ein Job und verdient doch erst mal Geld.
00:20:01: wie war das bei Dir?
00:20:03: Ja, also den letzten Satz den habe ich öfter gehört.
00:20:07: Auch während des Medizinstudiums war auch häufig die Frage wann bist du denn jetzt fertig?
00:20:13: und man verdient so auch Geld?
00:20:17: Das ist leider etwas das hat einen immer irgendwie begleitet.
00:20:21: Auch tatsächlich ein gewissen Druck aufgebaut wenn man ehrlich ist.
00:20:24: Es war nicht immer ganz einfach das zu verarbeiten.
00:20:26: Man lächelt natürlich in der Retro-Spektive darüber aber In der Situation selbst war das immer ein gewisser Druckpunkt.
00:20:33: Und genau, ich hatte dann natürlich immer irgendwie gedacht, ich muss vielleicht noch einen drauflegen und es hat auch aus Interesse aber auch vielleicht auch aus Ehrgeiz dann eben das Doppelstudium verfolgt mit Medizin und Informatik parallel.
00:20:49: Das war auch dann erst mal logistisch eine Schwierigkeit.
00:20:53: Aber Informatika ist zum Glück sehr viel.
00:20:54: am PC konnte man das teilweise auch in den Vorlesungen der Medizin kombinieren, sodass ich dann beides kurz mal nebenbei gemacht habe.
00:21:02: Uiuiui!
00:21:03: Das klingt ja... Ich sehe jetzt gerade so einen Hollywood-Zusommenschnitt im Film vor mir, wo eine Person... Kennst du das?
00:21:10: Wo die tausend Bilder flackern und die Person arbeitet und völlig übermüdet vom Rechner
00:21:14: sitzt?!
00:21:14: So stelle ich mir diese Realität grad vor wenn du während der Medizinenvorlesung, der du folgen musst noch an deinen Informatikprojekten arbeitest am Computer.
00:21:23: Ja, es war zum Teil gar nicht so straight forward.
00:21:27: Ich habe dann auch tatsächlich irgendwann gemerkt, okay man kann nur beides machen wenn man irgendwo auf den einzelnen Feldern Abstriche auch quasi begeht.
00:21:38: Das war dann eben ein Kompromiss den ich dann eingegangen bin und glücklichweise hat sich aber auch dadurch eben sich die Perspektive eröffnet in dem Bereich der computergeschützten Nauerwissenschaften ein Forschungsschipendium zu bekommen.
00:21:55: Das war dann eben das Schipendurm in Harvard und letztendlich ist es halt so einen Schnittstellenbereich, wo man eben so auch bisschen medizinische Aspekte beachtet aber auch gleichzeitig informatisch.
00:22:09: und dadurch war's dann eben sinnvoll dass ich diesen Hintergrund mitgebracht hatte.
00:22:17: Genau, als ich dann das Zuhause natürlich verkündete.
00:22:20: Ich würde mutmaßig mal nach Haarbad gehen und war dann ganz schnell die Frage was ist denn Haarwald?
00:22:30: Das war gar nicht so klar für meine Eltern.
00:22:35: Da war ich natürlich froh wenn sie die großen Unis in Deutschland kannten.
00:22:39: da habe ich natürlich nicht erwartet dass sie sich noch im Staatenraum quasi gut auskennen.
00:22:46: Aber eben, das zeigt auch irgendwo die Diskrepanz.
00:22:50: Für meine Eltern war es jetzt nicht das oberste Ziel irgendwie nach Harvard oder Stanford zu kommen sondern vielleicht eine finanzielle Sicherheit zu haben ein Job der nichten morgen gekündigt wird und vielleicht auch einfach ein Haus und eine Familie zu haben.
00:23:07: Das wäre natürlich das obersche Ziel während ich in dem Moment schon eher so meine akademische Laufbahn im Kopf hatte.
00:23:13: Und nee, da gebe ich dir vollkommen recht mit sie!
00:23:16: Diese Lücke hat sich dann natürlich immer weiter und weiter gebildet.
00:23:20: Es war dann irgendwann so richtig Grand Canyon zwischen uns... Das erschwert auch irgendwo die Kommunikation.
00:23:29: Da komme ich wieder auf dieses Wohlbefinden, den seelischen Frieden.
00:23:36: Der ist dann immer damit ein bisschen betroffen weil man eben gleichzeitig versucht, das ein Einklang zu bringen mit dem wo man herkommt.
00:23:43: Dass man irgendwie auch familiär sich mit den Eltern und den Geschwistern immer weiterhin noch gut versteht und auch da auf einer Ebene ist.
00:23:52: Gleichzeitig muss man sich auch den akademischen oder eben den neuen Hürden im Job quasi widmen und passt sich dann zum Teil auch daran an.
00:24:03: Also von daher ist ein schwieriges Thema, auch bis heute für mich noch nicht komplett gelöst.
00:24:09: Aber mit Sicherheit eine Schwierigkeit die ich versucht habe in dem Buch nochmal deutlich aufzuzeigen.
00:24:16: Ich kam mir das so gut.
00:24:17: also vor meinen inneren Auge läuft so ein richtiger Film ab und jetzt bin ich bei der Szene wo du quasi als ... Du bist jetzt irgendwie bei einer Uni in Deutschland gewesen.
00:24:27: Jetzt kriegst du da die Möglichkeit Forschung zu machen.
00:24:31: Du gehst ins Ausland.
00:24:33: Manchmal ist es ja auch gar nicht so wie im Film.
00:24:35: Manchmal steht man dann auch einfach in Harvard, in einem pubsigen Verwaltungsgebäudezimmer wo man sich irgendwo registriert.
00:24:40: aber es gab ja bestimmt so einen Moment wo du irgendein großes Eindruck von das Gebäude gegangen bist und ihr dachtest ach krass jetzt bin ich hier und jetzt gehe ich hier rein!
00:24:49: Wie war das für dich?
00:24:49: Wie war dein erster Tag dort?
00:24:52: Ja ne voll wichtig das mal so zu reflektieren.
00:24:57: Initial war es wahrscheinlich schon, dass kleine Pupsige Bürogebäude wo ich dann eben mich anmelden musste und auch ja da meine Harvard-Kart bekommen habe und das war natürlich jetzt erstmal interessant weil eben es war einfach nur eine kleine Karte.
00:25:13: aber plötzlich war's dann irgendwie dadurch Realität und genau ich bin damit dann auch.
00:25:21: quasi hat er auch einen gewissen Zugang bekommen zu verschiedenen exklusiven Stellen.
00:25:27: Man kann mit dieser Harvard-Card zum Beispiel nur in bestimmte Bibliotheken hineingehen und da gibt es z.B.
00:25:35: die Widener Library, das ist so eine ganz schöne bekannte Bibliothek dort.
00:25:40: Eine der beliebteren, sag ich mal, da auch quasi am Harvard Square direkt... Ich hatte für mich dann einfach diese Gunst mal erahnt.
00:25:54: Ich bin in der Hingel gegangen, habe da meine schöne Harvard Card gezeigt ohne zu wissen wie ich das genau mache und der nette Mann natürlich hat mich dann reingelassen Und das war schon wirklich beeindruckend.
00:26:08: also wirklich diese Säulen auch immer diese riesigen Räume mit endlos hohen Decken und einfach eine unzählige Welle an Büchern ist wirklich super interessant ausgestattet gewesen.
00:26:24: Überall gab es so Retro-Couches, als ob sie irgendwie noch von Kennedy Zeiten gewesen wären und auch insgesamt gab's überall so wirklich so altertümlich kulturell ansprechende Bilder an den Wänden.
00:26:39: also das war auf jeden Fall ein ganz spannender Einblick.
00:26:42: und insgesamt jedes mal wenn man da raus kam eben auch nach einer längeren Sitzung nach eben länger leeren und auch quasi im Arbeiten am PC für die eigentliche Doktorbeit hat man dann einfach dort auf dem Harvard Campus einfach noch super viele Studierende angetroffen.
00:27:00: Man kam ins Gespräch, es war immer irgendwie jeden Tag was Neues auf den Plan.
00:27:06: Immer wenn man aus dieser Weidner Library rausgekommen ist standen wir direkt auf diesem Harvard Campus irgendwie auch romantisch.
00:27:15: Es gab dann immer jeden Tag was Neues, das dort angeboten wurde.
00:27:19: Gleichzeitig war einen Tag zum Beispiel mal plakat aufgehangen, dass Merkel in der Rede halten würde wo man sich dachte wow die kommt hier extra angeflogen für so etwas.
00:27:32: Am nächsten Tag gab es ein anderes Plakat wo Nobelpreisträgerinnen beispielsweise einen Vortrag im Nebengebäude halten würden Harvard Law School.
00:27:45: Es gab einfach wirklich jeden Tag irgendwelche Events.
00:27:50: Theoretisch hätte ich auch meine gesamte Zeit dort führen können mit dem Besuch von spannenden Auftritten, von prominenten Persönlichkeiten, Philosophenschriftstellern, Wissenschaftlern und das hätte ich wirklich komplett jeden Tag durchziehen können.
00:28:07: also das war wirklich so eine hohe Dichte an solchen Events dass man sich dann wirklich gefragt hat, okay.
00:28:15: Kann man sich da noch gut auf die Arbeit konzentrieren?
00:28:19: Aber ja genau.
00:28:20: also es war wirklich ein beeindruckendes Erlebnis.
00:28:22: ich kann auch sehr empfehlen wenn man die Müggicht hat an der Ostküste zu reisen einfach mal vorbeizufahren sich das alles mal anzuschauen.
00:28:33: aber insgesamt waren natürlich auch da irgendwo immer diese Diskrepanz vorhanden doch irgendwie von einem Arbeiterhintergrund gekommen ist.
00:28:43: Man hatte schon das Gefühl, dass da auch viele Studierende sind die weiß nicht aus sehr wohlhabenden Familien kamen.
00:28:53: Die Schere in den Staaten ist leider ja noch größer.
00:28:57: Es war jetzt nicht so, dass man tagtäglich irgendwie die heisse Zeit, die der Staaten kennengelernt hat.
00:29:05: Aber es war jetzt auch nicht ungewöhnlich wenn man mal auf so einem kleinen Event den Sohn eines Konzernbetrebers oder eben auch die Tochter eines Mejaders kurz kennengelernen hat wo man sich dann dachte wow was ist denn das für Dimension hier?
00:29:22: Also von daher... Das war auf jeden Fall ein Rollercoaster also eine richtige Achterbahnfahrt für mich.
00:29:29: und Genau, das versuche ich dann auch nochmal so ein bisschen genauer mit Schlüsselzellen eben im Buch darzubieten.
00:29:36: Ich glaube, ich wäre auch selbst total begeistert von den Möglichkeiten die sich vor mir auf einmal auftun und gleichzeitig wäre ich völlig verschreckt... dass ich jetzt hier mitmischen soll und das ich mich da, also... Ich weiß gar nicht ob ich mich sofort trauen würde in der Vorlesung die Hand zu heben wenn der Dozierende oder die Dozierenden eine Frage stellt.
00:29:57: Oder ich würde vielleicht sofort nachdem ich was gesagt hab panisch in meinen Unterlagen kramen ob ich jetzt das auch wirklich richtig formuliert habe?
00:30:03: Ich mein zusätzlich ist es ja dann auch schon deine dritte Sprache gewesen in der du das alles gemacht hast nämlich an Also ich denke, dass du dort alle Kurse auf Englisch absolviert hast.
00:30:12: Ja absolut
00:30:13: Hast du da Hattest du da immer das Selbstbewusstsein zu sagen, ich gehöre hier voll rein.
00:30:17: Das ist where I belong?
00:30:20: Oder war es dann doch so dass ihr dachtest hoffentlich findet niemand raus, dass ich mir gerade denke was tu' ich hier?
00:30:26: Ja also ich muss sagen, das Englische hat sich relativ schnell so eingesattelt.
00:30:32: Da hatte ich zum Beispiel auch Glück, dass Ich eben während meiner Abiturzeit auch mit der Startschäftung jetzt wieder nochmal ein kleiner Bounce zurück damals ein kleines Sprachschipäten bekommen habe, um auch noch mal einen kleinen Forschungs- oder im Sprachaufenthalt in Kalifornien durchzuführen.
00:30:53: Das hatte eben damals so ein bisschen die Lücke gefüllt mit meinem Englischen weil als ich dann von der Haupt- und Realschule kam war jetzt englisch nicht so die höchste Priorität.
00:31:04: vielleicht kennen das auch einige dass eben dann die englische Sprache eben nicht so sicherste ist Und für mich war es damals schon wichtig, dass ich irgendwie die Weltsprache zu einem gewissen Grad sicher beherrsche und dachte ehrlicherweise man lernt in dem Sinne vielleicht am besten schwimmen wenn man direkt ins kalte Wasser geworfen wird.
00:31:27: Und hatte mir dann eben diesen Sprachkurs auch mit der English Language School in Los Angeles quasi gebucht.
00:31:37: letztendlich nur ein kleiner Aufenthalt über die Sommerferien fünf Wochen, hat dabei eben immens viel Einfluss gehabt wie ich einfach die englische Sprache wahrgenommen habe und dadurch gleichzeitig schon so ein bisschen das vorbereitet hatte.
00:31:53: Und als es dann tatsächlich zu dem eigentlichen Harvard-Aufenthalt kam, das ist dann auch schon fünf Jahre später gewesen hatte sich zu dem Zeitpunkt schon eine deutlich bessere Sicherheit auch quasi eingebaut.
00:32:07: Mein Englisch wurde immer besser und glücklicherweise ist es eben so, dass man relativ schnell merkt wenn man da an einem Tisch gemeinsam sitzt mit diesen super klugen Harvard Graduates und MIT Graduates die sind ja alle dort ist ja ein paar hundert Meter weit voneinander erfährend, dass die gar nicht so unterschiedlich sind.
00:32:33: Dass man da eigentlich auch nur mit Wasser wäscht und plötzlich relativiert sich halt diese Demut in Richtung einer gesunden Portion Respekt.
00:32:46: aber gleichzeitig weiß man dann doch schon irgendwie seine eigenen Fähigkeiten einzuschätzen sind akademisch sicherlich alle sehr gut, aber auch nicht so viel anders wie ich.
00:33:02: Ja du sitzt nicht ohne Grund am Tisch!
00:33:06: Du musst richtig was am Kasten haben wenn du hier sitzt.
00:33:08: die lassen ja auch nicht alle rein die wir wissen.
00:33:12: Ja wobei man sagen muss das ich glaube wenn wenn man einfach mal gemeinsam an einem Tisch sitzen würde dann findet man doch immer mehr Gemeinsamkeiten als ein Initialbewusstes.
00:33:23: Und genau deswegen ist es halt dann immer wieder spannend, welchen Effekt das hat wenn man wirklich einfach auf Konfrontation geht.
00:33:32: Absolut!
00:33:32: Ich merke ich habe heute schon einige Punkte mitgenommen und vielleicht auch neue Perspektiven gewonnen und auch gelernt.
00:33:41: Ich erinnere mich zurück als Kind nicht Deutsch als Muttersport zu sprechen ist trotzdem großartig, wenn man die Muttersprache, die man spricht richtig vertieft lernt.
00:33:51: Weil komplexes Denken zu lernen in der eigenen Mutterspauche einem richtig doll hilft.
00:33:56: Vielleicht hören ja hier auch Personen zu, die schon selbst als so ziehende arbeiten oder als Lehrpersonen und als Pädagoginnen.
00:34:02: dann wiederhole ich diesen Punkt noch mal weil mir war das wirklich nicht bekannt Ich finde es ein richtig coolen Fun Fact den wir heute nochmal reingesteuert gekriegt haben.
00:34:14: eine Person zu haben, die einen glaubt bringt einen irrsinnig weit und alle Angebote mitzunehmen.
00:34:21: Die einen irgendwie empfohlen werden können sich später im Leben nochmal richtig auszahlen.
00:34:24: also hier fünf Wochen mal Englisch zu lernen eben wo man auch ins kalte Wasser geschmissen wird zahlt sich vielleicht später wenn man in Haarwald sitzt richtig doll aus falls das für alle genauso passieren sollte.
00:34:38: und dann würde mich natürlich noch total interessieren Was wäre jetzt der Punkt, den ich mitnehmen soll?
00:34:44: Diese eine Sache die du sagst, sie hättest gern einfach schon am Anfang gewusst.
00:34:48: Wenn du zurück ins Dorf noch nie der Sachsen fahren könntest und dann im Jungen Ich sagen könntest hey pass mal auf!
00:34:54: Was wär denn das?
00:34:57: Meinst Du dann so eine reine philosophische oder weißheitsbezogene Thematik, oder wirklich so hard-skill technisch.
00:35:07: Ich
00:35:07: nehme beides!
00:35:08: Also wenn du jetzt hier einen guten Lerntipp hast den du gerne in jeneren Ichgern mitgehen wirst, nehm ich denn auch.
00:35:15: Ja also ich denke von der Hard Fact Seite und insgesamt was ich jetzt über die letzten Jahre wirklich gelernt habe ist es wie in einer wirklich technischen Welt leben.
00:35:28: Ich hätte mir als Kind wahrscheinlich eher gewünscht, dass man mir sagt hey bereite das vor.
00:35:34: Lernen, codieren, lernen zu wissen was es bedeutet.
00:35:39: Programmiersprache zu interpretieren.
00:35:42: Versuch zu verstehen was es mit KI auf sich hat und bestenfalls ein Händchen dafür zu entwickeln weil das sind halt Schlüsseldisziplinen.
00:35:50: die werden morgen in allen Bereichen gebraucht und gesucht.
00:35:55: also das ist etwas Das kann man mit Sicherheit so sagen.
00:36:01: Von der Softseite und von einer, sag ich mal eher philosophischen Seite ist es glaube ich manchmal auch wichtig zu sagen geh dein Weg mach wirklich das was du für richtig hältst aber vergiss auch immer nicht wirklich deine Liebsten um dich zu haben weil manchmal ist das viel mehr wert.
00:36:24: Ich habe häufig gemerkt dass durch diese vielen Ausflüge und Distanzen irgendwo auch zum Teil der Kontakt zur eigenen Familie immer so ein bisschen brüchiger wird.
00:36:36: Das habe ich jetzt über die Jahre wirklich für mich gelernt, dass ich das weniger stark intensiviere und eigentlich versuche dem entgegenzutreten.
00:36:46: Und das ist eigentlich den Tipp, den ich so mitgeben darf.
00:36:51: Versucht auf euren seelischen Frieden zu schauen!
00:36:55: und das besser in einen Klang zu bringen.
00:36:59: Das sind ja wirklich sehr schöne Worte, es klingt richtig nach Lebensweisheiten!
00:37:04: Ich finde so großartig dass ich in meiner Arbeitszeit mit solchen Menschen wie dir sprechen darf weil ich gehe dann immer aus meiner Arbeit raus und denke mir, ach schau mal diese Lebensweise kann ich jetzt einfach so meinen Alltag einbauen, grüßartig.
00:37:16: Wir dürfen also wir hören uns ja heute hier nicht zum letzten Mal, wir werden nämlich gemeinsam noch eine kleine Lesung veranstalten Und zwar am zweiten Elften, dazu kann man sich wahrscheinlich wenn der Podcast raus ist bereits anmelden auf arbeiterkind.de unter Veranstaltungen oder auch in unserem Netzwerk natürlich und da wirst du aus einem Buch vorlesen und unsere Medizin einen Gruppe darf dir dann bunte Fragen stellen.
00:37:42: alles was sie brennend interessieren würde wie du das eigentlich gemacht hast und wie Sie es am besten auch umsetzen können.
00:37:48: dürfen sie dich mit frage lächern so habe ich das verstanden dass das richtig
00:37:51: absolut einverstanden
00:37:54: Großartig.
00:37:55: Und dann wünsche ich dir heute nach einem wunderbaren Veröffentlichungstag, feier dich!
00:38:00: Du bist wirklich eine ganz großartige Person und ich habe es sehr genossen heute mit dir zu sprechen.
00:38:05: Danke Mitzi für diesen klickartigen Gespräch.
00:38:07: Ich freue mich.